JVD Open – Kings Of Archery Series

Am Freitag, den 16.11.2018 war es soweit, endlich ging es los zu einem weiteren Highlight des Bogensports. Da wir uns in Eindhoven noch das GLOW Lichtkunst Festival ansehen wollten, haben wir dies verbunden mit der Registrierung beim Kings of Archery. So konnten wir einen ersten Eindruck erhalten vom Ort des Geschehens, dem Indoor Sportzentrum Eindhoven. Die Halle war schon ordentlich groß und auf dem Innenfeld waren 76 Scheiben aufgebaut, jeweils 38 links und rechts mit Mittelgang.

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Samstag waren wir bereits früh da, um in Ruhe aufbauen zu können und sich an die Größe dieses Turniers zu gewöhnen. Würde ich doch an diesem Wochenende mit den weltbesten Schützen an der selben Schießlinie stehen. Athleten wie Lisa Unruh, Steve Wijler, Sjef van den Berg, Daniela Klesmann, Steve Anderson, Sabine Sauter, Toja Ellison Aida Nabila Roman Arroyo und Kristina Heigenhauser um nur Einige zu nennen. Es war schon sehr spannend, den Profis über die Schulter zu schauen und zu sehen, wie sie sich zwischen den Passen verhalten. Einige sitzen konzentriert auf ihren Stühlen, andere lesen ein Buch oder quatschen mit Kollegen und Freunden. Natürlich habe ich auch Einige um ein Autogramm und ein Bild gefragt. Es ist erstaunlich, wie locker und natürlich alle sind. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden.

Dann wurde es ernst für mich in der 2 Session. Die Einschuss-Passen waren unterirdisch, ich hatte einen extremen Linksdrall und alles Visierverstellen schien nicht zu helfen, so ging ich mit einem mulmigen Gefühl in die erste Passe. Irgendwie habe ich es doch hinbekommen, obwohl ich immer noch leicht links war, funktionierte alles. Gewöhnungsbedürftig war auch die Wertung, in der das komplette Gold als 10 gewertet wurde (X-10, X-10, 10, 8, 7, 6). Am Samstag schossen wir 2 Wertungsrunden mit jeweils 30 Pfeilen auf Vegas Auflagen. Mit 258 und 273 Ringen sortierte ich mich im hinteren Mittelfeld ein.

Der Sonntag sollte ähnlich laufen. Wie bereits am Vortag merkte ich, das es mir sehr viel schwerer fiel, mich auf die kleinen Spots zu konzentrieren als auf die 40er Auflage obwohl das Gold gleich groß ist. Auch in der 3. Wertungsrunde schoss ich recht konstant und hatte am Ende nochmal 271 Ringe. Mit den Gesamt 803 Ringen landete ich in der Endwertung auf Platz 41 von 67 und bin sehr zufrieden angesichts der hochwertigen Gegner.

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Leider konnte ich die Chance in der Joker Runde nicht nutzen und patzte direkt mit einer knapp am Gold vorbei geschossenen linken 8, somit war ich raus.

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Beeindruckend war es noch Zuschauer zu sein bei den anschließenden Finals, wir saßen direkt vorne neben den Scheiben, was wirklich eine ungewohnte Perspektive war. Die Pfeile schlugen quasi direkt seitlich vor uns ein. Spannend bis zum Schluss mit einer tollen Atmosphäre.

Eure Annika

1. Spieltag Landesliga beim BSG Aachen

RSB Landesliga, 1. Spieltag beim BSG Aachen

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Am Wochenende hatte ich meinen ersten Einsatz in der Landesliga. Ein völlig neuer Bereich für mich, da ich noch nie Liga geschossen habe und bis jetzt auch so gut wie kein Training in dieser Richtung hatte. Das lag daran, dass ich die Saison 2018/2019 aus Zeitmangel als Ersatzschütze in der 2. Mannschaft fungieren wollte und nicht mit einem Einsatz gerechnet hatte. Neugierig und mit großer Lust zum Schießen ging es Samstagmittag auf nach Aachen wo ich auf die restlichen Teammitglieder der 2. Mannschaft des Krefelder SSK traf. Wir hatten noch genug Zeit,  so dass mich unser Coach Michael Hinrichs noch schnell mit den wichtigsten Regeln vertraut machen konnte bevor es dann ernst wurde. Im Team haben wir uns darauf geeinigt, dass ich die unteren Spots schießen durfte was mir auch am liebsten war. Am Vormittag wurde noch die Relegationsrunde geschossen, um die Landesliga auf 8 Teams zu komplettieren.

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Bereits im ersten Match kam ich zum Einsatz, vom ganzen Liga-Rummel noch etwas beeindruckt, war meine Konzentration nicht da und ich ließ mich zu leicht ablenken. Dies wurde auch prompt mit einem „Miss“ belohnt was mich aber zu meinem eigenen Erstaunen nicht aus der Ruhe bringen konnte. Von nun an ging es bergauf und Routine kehrte ein. Ich ließ mich nicht mehr ablenken und schoss recht konstant. Ich freute mich, dass ich von 7 Matches 6 mitschießen durfte, um an meiner Kondition zu arbeiten. Letztendlich lief es an diesem Spieltag wesentlich besser als ich erwartet hatte und wir waren mit unserer Leistung durchweg zufrieden. Ich bin froh, in einem so tollen Team gelandet zu sein und sehr stolz auf unseren erkämpften 5. Tabellenplatz.  Bei diesem Wettkampf wurde auch sehr schnell klar, dass dies ein Teamsport ist, in dem jeder Schütze und jeder Schuss wichtig für das Ergebnis ist. Für den Erfolg muss das gesamte Team miteinander harmonieren, was wir an diesem Tag geschafft haben !

Eure Annika

5. Patschel´s Revenge

5 Patschels Revenge im Brachter Wald am 6. + 7. Oktober 18

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Gut 200 Schützen aus dem Umland sowie auch aus den Niederlanden, z.B. von den Grensschutters aus Reuver. 32 Stationen auf einem gut 6 km langem Rundkurs im Brachter Wald bei bestem Wetter

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Wenn es die Schützen in den Vorjahren mit typisch herbstlichen Wetterbedingungen zu tun hatten mit Nässe, Kälte und Sturm so hatte das diesjährige goldene Oktoberwetter ganz andere Herausforderungen, die es zu meistern galt.

Insbesondere am Samstag mit bis zu 26 Grad war ein ausreichender Sonnenschutz und Getränkevorrat unabdingbar, denn ein Teil der Route führte auch über eine baumlose Heide- und Graslandschaft. Nachdem hier gut 1 Stunde in praller Sonne  geschossen wurde, ging es wieder in den Wald, wo sich die Augen erst einmal im Schatten an die anderen Lichtverhältnisse gewöhnen mussten. So verriet die Infotafel, dass es sich beim nächsten Ziel um 2 Dohlen im Baum sitzend handeln sollte, die jedoch nur schwer im Halbschatten des Abschusspflockes des Schützen in den schattigen Zweigen des Baumes auszumachen waren.

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Liefen die Schützen im Vorjahr oftmals durch matschige Pfützen, so waren es dieses Jahr, bedingt durch die lange Trockenzeit des Sommers, sandige Böden mit Rutschpartien, wenn von hoch im Hang aufgestellten Tieren wie z.B. einem Adler, Bären oder Wolf die Pfeile gewertet und anschließend gezogen werden mussten. In den Vorjahren lagen einige Ziele an Wasserstellen, die dieses Jahr komplett ausgetrocknet waren. Auch in der 5. Auflage bietet das Turnier an jeder Station für jeden Schützen eine neue Herausforderung da die Ziele selten auf einer freien Schussbahn stehen. Es gilt zwischen Bäumen und Ästen hindurch zu schießen, auch ist es mal nötig im Knien oder in der Hocke zu schießen. Viele Schützen die zum ersten Mal auf dieses Turnier kommen hört man laut durch den Wald Fluchen angesichts der scheinbar unlösbaren Aufgaben. Für diejenigen die das Turnier kennen, besteht gerade darin der besondere Reiz.

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Nur gut, dass an 2 Stellen (bei Ziel Nr. 1 und Nr. 16) Verpflegungsstände eingerichtet waren, um alle Vorräte wieder aufzufüllen und eine kleine Pause einzulegen. Beim anschließenden Grillen im Vereinsheim an der St.-Barbara-Straße sah man ausschließlich in zufriedene Gesichter und so ist den Patschel Bognern mit abschließender Siegerehrung am Sonntagabend ein hervorragendes Turnier geglückt, das Lust auf nächstes Jahr macht. Da es dieses Jahr leider aus Mangel an Teilnehmern keine Bogenklasse für den olympischen Recurve gab, startet ich in der nächst höheren Klasse Compound/Herren und verbuchte das Turnier am Ende im Mittelfeld der Ergebnisliste unter Erfahrung im Gelände sammeln.

Eure Annika

P.S. Danke an Rainer Meyer-Töpfer für das tolle 1.+ 2. Bild !

Bezirksjugendvergleichskampf RSB

Am Abend des 25. Septembers bekam ich über meinen Verein die Anfrage vom Bezirk 03, ob ich am Wochenende beim Bezirksvergleichskampf einspringen könnte, da eine Schützin kurzfristig ausgefallen ist. Da ich am Wochenende keinen Wettkampf hatte und eh nur etwas entspannen wollte, habe ich zugesagt. Diese Entscheidung sollte sich noch ein wenig rächen, da mich zum Wochenende eine Erkältung erwischte. Am Samstag ging es also mit Hals-, Kopf- und Ohrenschmerzen Richtung Dortmund zum Landesleistungszentrum des WSB. Dort angekommen waren die meisten anderen Schützen schon beim Frühstück. Es gab noch ein T-Shirt vom Bezirk 03, das nachher noch zeigen sollte, wie groß unsere Truppe war. Nachdem wir die Teamtaktik kurz besprochen hatten, ging es auch schon in die Bogenhalle zum 1. Match. Die Beteiligung der Bezirke im Bogenbereich war sehr gering was ich überaus schade fand da ich mich auf ein ausgiebiges Kräftemessen gefreut habe mit spannenden Duellen. Von den ca. 17 Bezirken, waren gerade mal 5 vertreten. Leider kann ich dies auch ein bisschen verstehen, da auch ich nichts von diesem CUP erfahren hätte. Hier sollte in Sachen Jugendarbeit auf jeden Fall nachgebessert werden. Einen Großteil der anwesenden Schützen kannte ich bereits vom Landesjugendkader des RSB und konnte so schon einschätzen was mich erwartete. Da ich zur Hallensaison in die Jugendklasse wechseln werde, hatte ich mich mental schon komplett auf die 40er Auflage eingestellt, umso mehr war ich überrascht, dass dieser Wettbewerb, obwohl in der Halle geschossen, noch zum Wettkampfjahr 2018 zählte und ich somit noch auf eine 60er Auflage in der Schülerklasse schießen musste. Beim Einschießen habe ich noch ein paar verschiedene Blendeneinsätze für meinen Beiter Visiertunnel ausprobiert, um den Richtigen für die größere Auflage zu finden. Wegen der geringen Beteiligung und der damit verbundenen hohen Anzahl von Freilosen bei den Matches, konnte ich die Gelegenheiten nutzen, um ohne Wertung mitzuschießen. Ansonsten wäre die Veranstaltung durch die langen Warte- und Pausenzeiten sehr langweilig geworden. Am Ende des Tages konnte ich mit dem Ergebnis meines ersten Matches von 173/180 Ringen die Qualifikationsrunde in der Einzelwertung für mich entscheiden. In der Mannschafts-wertung gewann der Bezirk 03 mit großem Vorsprung gegenüber den anderen Bezirken. Sonntag, am Finalschießen in der Einzelwertung, konnte ich krankheitsbedingt leider nicht mehr teilnehmen, um mein gutes Qualifikationsergebnis in einen Sieg zu verwandeln.

So sehen Sieger aus……..Team Bezirk 03

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Eure Annika

Bearpaw Arrow Analyzer

Viele Vereinskollegen haben mir von einem speziellen Splinetester abgeraten, da man den Spline (also die weiche Seite eines Schaftes) auch mit einfachen Mitteln oder auch mit dem Bearpaw Arrow Analyzer ermitteln könne.

Bearpaw Arrow Analyzer

Um es gleich vorweg zu nehmen: Bei Präzisionspfeilen wie dem A/C/E anhand des Bearpaw Gerätes die weiche Seite zu finden ist fast unmöglich, da die Abweichung der Spinewerte so gering ist und der Druck mit dem Finger auch nicht immer gleich ist. Wenn man also die Toleranz des nicht immer gleichen Prüfdruckes berücksichtigt, so hat man bei einer mittleren Abweichung von ca. 5 keine Chance, beim A/C/E die weiche Seite zu bestimmen. Der Analyzer ist hervorragend geeignet um das Gewicht zu ermitteln (was auf einer Grainwaage immer etwas fummelig war) und den Spine annähernd korrekt zu bestimmen. Auf der DM in Wiesbaden hatte ich kurz die Gelegenheit, mir den Spine Aligner von TEC-HRO anzussehen.

TEC HRO

Das Gerät machte einen stabilen Eindruck und die Ermittlung der weichen Schaftseite war damit ein Kinderspiel. Ich war bei dieser Prüfmethode durchaus skeptisch aber der Spine Aligner hat mich überzeugt für diese Aufgabenstellung. Man spannt den Schaft mittels 2 Spitzen ein und drückt leicht auf die Kugel. Schon biegt sich der Schaft in Richtung der weichen Seite. Da das Gerät sehr stabil ist, hat man auch keine Querkräfte die den Pfeil zusätzlich beeinflussen könnten wie bei vielen Eigenbauten.

Also wer es ganz genau haben möchte, dem kann ich die beiden Geräte für die jeweiligen Prüfungen nur ans Herz legen. Bleibt nur noch die Hürde der doch recht hohen Anschaffungskosten.

Bedanken möchte ich mich noch bei meinem Sponsor der Bogensportwelt für die Möglichkeit, die tollen EASTON A/C/E Pfeile zu schießen und meinem Verein BSC Düsseldorf e.V. für die Leihgabe des Bearpaw Arrow Analyzer.

Bleibt nur noch zu sagen, dass dieser Bericht meine ganz persönlichen Erfahrungen widerspiegelt und nicht das Maß aller Dinge sein muss.

Eure Annika

 

 

 

7. Freilichtbühnen 3D-Turnier

Zum 7. Mal fand nun das Freilichtbühnen 3D-Turnier der Bogensport Akademie Mülheim a.d. Ruhr unter der Leitung von Maik Schrake statt. Dieses Turnier ist für mich jedes Mal ein Highlight im Turnierkalender und nun war ich schon zum dritten Mal dabei. Nachdem ich letztes Jahr bereits etwas großspurig den Sieg in der Damenklasse angesagt habe, wollte ich jetzt Taten folgen lassen. Die Sonne schien bereits früh am Morgen und es versprach, ein wunderbares 3D-Turnier zu werden. Die Location in Mülheim an der Ruhr rund um die Freilichtbühne ist einfach wunderschön.

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Wie jedes Jahr hat Maiks Team es geschafft, die Tiere perfekt und publikumswirksam in den Park zu integrieren. Das Besondere an diesem Turnier ist wohl auch, dass sich jeder Bogeninteressierte das Geschehen aus der Nähe von den zahlreichen Spazierwegen, die durch das Gelände führen, ansehen konnte. Die Entfernungen waren moderat nach WA gestellt, so das man meistens Schütze und Ziel gut beobachten konnte. Da ich mittlerweile überwiegend mit dem olympischen Recurve schieße, brauchte ich eine Weile, um mich wieder an den Jagdbogen zu gewöhnen, was man auch am Ergebnis der ersten Runde sah. Mit 245 Ringen in der skandinavischen 3-Pfeil Runde landete ich auf Platz 4 mit guten 50 Ringen Abstand zu Platz 1. Nach dem Mittagessen ging es auf zur Hunter-Runde. Wer mich kennt weiß, dass dies meine Disziplin ist. Ich fand immer besser in meinen Schussablauf, jedoch war der Abstand zur Spitze recht hoch. Nachdem wir auch den zweiten Durchgang mit 23 wunderschönen Zielen der Marke „ASEN Sports“ geschossen hatten, hieß es warten bis zum Aushang der Ergebnislisten, um zu sehen, ob es gereicht hat.

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Überglücklich entdeckte ich dann eine gute halbe Stunde später meinen Namen ganz oben auf der Liste in der Damenklasse. Ich hatte es geschafft, mit den 310 Ringen in der Hunter-Runde den Sprung nach oben zu schaffen und einem schönen Otter den Weg zu unserem Heim-Parcours zu zeigen. Ein wenig wehmütig fuhren wir dann nach Hause, denn dies wird wohl für lange Zeit das letzte Turnier mit dem Jagdbogen gewesen sein.

Eure Annika