10. Bearpaw Killturnier

Hotel Bad in Eisenbach, Hochschwarzwald, Nähe Titisee-Neustadt

587 Ringe Platz 1  – Klasse Damen  / Traditional offen

Link zum Finale

Nun kann ich wieder einen Punkt von meiner Turnierwunschliste streichen. Am vergangenen Wochenende, den 05. + 06. Mai war ich in Eisenbach im Hochschwarzwald zum 10jährigen Jubiläum des Bearpaw Killturniers. Die 530 km lange Anreise verlief am Freitag wie erwartet, der Feierabendverkehr und viele Baustellen kosteten eine Menge Zeit. Wenn schon, dann richtig dachte ich mir und meldete mich hier in der offenen traditionellen Klasse bei den Damen an. Das Wetter versprach am ganzen Wochenende hervorragend zu werden, was bei diesem Turnier wohl in den vergangenen Jahren durchaus anders ausgesehen hatte. Jubiläumswetter !

Am Samstag ging es nach der Ansprache von Henry Bodnik in den Parcours mit 32 3D Zielen und ich hatte wie immer eine sehr nette Gruppe. Am ersten Tag wurde eine Doppelhunter-Runde geschossen, beide Pfeile gewertet (Kill 10, Körper -2, verfehlt null). Eine spannende und nervenaufreibende Wertung, da ich noch nie mit einer Minuswertung geschossen habe.  Am Ende hatte ich 342 Punkte und ein mulmiges Gefühl, so wenig Punkte bei erreichbaren 640 Punkten. Henry Bodnik ist halt ein gerissener Fuchs, wenn es um das Stellen der Ziele geht. Die Entfernungen waren gering, doch er hat es bei jedem Schuss  geschafft, diesen zu einer Herausforderung für den Schützen zu machen.  Bestes Beispiel hierfür war der Hecht, der im Eisenbach schwamm. Dadurch, dass der Schusswinkel recht flach vom Ufer aus war, hatten die meisten unter anderem den Auftrieb der Pfeile unterschätzt. Manchmal hat es etwas länger am Pflock gebraucht, um eine einigermaßen gute Position zu finden für einen halbwegs sicheren Schuss. Mal wurde durch einen Baumstumpf geschossen oder von einem Treestand. Machte der nächste Schuss den Eindruck leicht zu sein, hat man sich schnell mal in der Entfernung verschätzt. Einen Riesenlob an Henry Bodnik und sein Team, das war ganz großes Kino und hat Riesenspaß gemacht. Ach ja, total fassungslos stand ich Samstagabend  an der Auswertungsliste : Platz 1 nach dem ersten Tag…..die Spezi und die Dusche hatte ich mir verdient.

Tag 2, die Hunter-Runde. Jedes Ziel wurde leicht verändert und stellte eine neue Herausforderung dar. Die Spitzengruppen schossen heute zusammen und der Leistungsdruck stieg. Jedes nicht getroffene Kill konnte die Führung kosten (Wertung : Kill 20, Körper -5, verfehlt null). Die heutige Gruppe war echt super, jede von uns Top-Damen konnte sich noch den Sieg holen. Als wir die Schusszettel ausgewertet hatten, war klar, ich hatte es geschafft und konnte meinen leichten Vorsprung noch etwas ausbauen. Das hieß für mich nicht nur Turniersieg sondern die Teilnahme am Finalschießen um die 1.000 € Prämie für den Gesamtersten. Das Finalschießen verlief im K.O. System. Die Wettkampfpaarungen wurden per Losentscheid ermittelt. Als erstes musste eine ca. 50 m Strecke gelaufen werden, um die Bögen und Pfeile zu erreichen die auf einem Tisch in der Nähe der Schießlinie lagen. Ziel war es innerhalb 50 Sekunden die Strecke zu laufen, die Bögen zu schnappen und einen ca. 16 m entfernten Ballon zu treffen, der im Kill eines Wildschweins befestigt war.  Erschwerend kam hinzu, dass ein mittelstarker Wind von rechts wehte, der den Luftballon unregelmäßig bewegte. Ein tolles Erlebnis, auch wenn ich hierbei in der ersten Runde leider bereits ausgeschieden bin. Anschließend gab es noch die Siegerehrung verbunden mit einer großen Tombola.

Eure Annika

Bis bald im Wald…..

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